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Karosserieteile pulvern
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THEMA: Karosserieteile pulvern

Karosserieteile pulvern 6 Jahre, 5 Monate her #1192

  • Poldy7777
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Hi

In der Vergangenheit hatte ich Fahrwerksträger, vorderer Motorträger, Hinterachse etc., kurzum, alles was untenrum schwarz ist, gepulvert. Hierzu werden die Teile erst sanft gestrahlt, grundiert und gepulvert. Anschließend wandert das ganze in den Ofen und wird bis zur Pulverschmelze erhitzt. Das Ergebnis ist besser wie neu. Ich weiß, viele schwören auf Lack aber wir haben unseren Corrado ja im Griff und checken ab und dann die gepulverten Teile. Bei meinem Wagen ist bis dato alles im dunkelgrünen (-schwarzen) Bereich.

Dieses Pulver gibt es in ca. 200 RAL-Farben, seidenmatt oder glänzend. Zudem basiert es auf Polyestermaterial und ist ähnlich wie Spachtelmasse auch lackierbar.

Ich hatte vor ein paar Tagen meinen linken Kotflügel gecrashed - shit happen. Die anstehende Reparatur war der willkommene Anlaß, auf VR6-Design umzurüsten. Neben den Kotflügeln und der Frontschürze hatte ich auch einen Schloßträger beschafft (wenn schon, denn schon). Der Schloßträger ist aufgrund der exponierten Lage und des unzugänglichen, verwinkelten Designs stark korrosionsanfällig.

Um das Thema endgültig zu begraben, habe ich den Schloßträger glänzend pulverbeschichten lassen. Hierzu suchte ich mir eine Farbe aus, die LC3Y (Bordeauxrot Perleffect) am nähesten kommt. Das Ergebnis war verblüffend - auch dieses Teil sah besser aus wie neu. Ursprünglich wollte ich den Träger so einbauen, hab ihn aber mit den anderen Karosserieteilen zum Lackieren gegeben wo er derzeit ist.

Wenn der Corrado einfach nur gelb, rot, weiß oder schwarz ist, reicht pulvern - eventuell noch klarlacken.

Im Nachgang ärgere ich mich ein bisschen, dass ich nicht auch die Kotflügel gepulvert hatte. Aufgrund der wechselnden Konturen ohne glatte Fläche gibt es beim Sanftstrahle keinen Verzug. Pulvern - Lackieren - mit Mike Sanders Fett anhauchen und dann verbauen. Das wär es gewesen - nackte Farbe ohne Karosseriedichtmasse, nur am Radausschnitt um Split abzufedern.

Ich werde zum Fortgang berichten.


Gruß - Poldy7777
Letzte Änderung: 6 Jahre, 5 Monate her von Poldy7777.

Aw: Karosserieteile pulvern 6 Jahre, 5 Monate her #1217

  • Thomas K
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Hallo Poldy,

das hört sich interessant an, ich werde mich damit auch noch auseinander setzten.
Aber im Moment gibt es für mich wichtigeres, mache alles nach und nach.

Mich würde mal interessieren wie die Pulverbeschichtung auf Steinschläge reagiert,
platzt das auch so leicht ab wie normaler Lack ?

So wie sich das bei dir anhört machst du einen kompletten Neuaufbau, kann das sein ?

Gruß Tommy

Aw: Karosserieteile pulvern 6 Jahre, 5 Monate her #1218

  • Knaller
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Pulverbeschichtung ist stabiler gegen Steinschlag. Wird auch bei Baumaschinen eingestzt und hält dort den Belastungen sehr gut stand.

Aw: Karosserieteile pulvern 6 Jahre, 5 Monate her #1222

  • Micha_HB
Ich habe seit 12 Jahren ein Rennrad, das ist pulverbschichtet. Trotz häufigem Einsatz keine Kratzer zu verzeichnen. Ich kann nicht erklären warum aber der Lack ist nicht so anfällig und wird nicht so schnell stumpf.

Aw: Karosserieteile pulvern 6 Jahre, 5 Monate her #1230

  • Poldy7777
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Hallo Tommy,


ich habe vor vier Jahren meinen G60 mit nachgewiesenen 19.500 km für sündhafte 8.000 € aus erster Hand gekauft. Der Vorbesitzer war ein Dame Jahrgang 1926 und so sah der Wagen auch aus - Topzustand bis auf zerkratzte Stoßstangenecken die Kupplung am Ende. Ich hatte die Kupplung gemacht und dachte, die nächsten Jahre ist Ruhe - weit gefehlt, der Corrado hatte jede Menge Standschäden.

Hier meine Erfahrung als "lessons learned":

1. Frauenfahrzeuge sind überwiegend (werkstatt-) gepflegt.

Das muß nichts heißen, außer dass das gestempelte Inspektionsheft die Historie nachvollzieht. In der Regel sind solche Autos auch augenscheinlich gepflegt, außer bei jungen Damen die geschminkt toll aussehen, ansonsten alles versiffen lassen. Autos von Schminkedamen kann man an den dreckigen Schaltelementen erkennen. Zuerst wird das Gesicht geschminkt und anschließend klebt der Blinkerhebel, der nach und nach den Dreck anzieht. Dasselbe gilt für den unteren Rand der Sonnenblende.


2. Gummi verhärtet mit den Jahren, egal ob der Wagen gefahren wird oder nicht.

Ich hatte beim Kupplungswechsel glleich die undichten motor- und getriebeseitigen Simmeringe erneuert. Später dann nach und nach die Domlager, Fahrwerkslagerung und Auspuffgummis. Die Türdichtungen waren seltsamerweise OK.


3. Altersbedingte Korrosion

Trotz weniger Kilometer waren die Bremszangen und Staubbleche verrostet. Das gleiche galt für gelbchromatierte Teile, sofern sie ungeschützt den Umwelteinflüssen ausgesetzt waren. Auch die schwarzen Fahrwerksteile hatten Rost, da sie auch bei wenig Kilometer Steinschlag abbekommen. Die Trefferstellen sind dann der Ausgangspunkt für Rost.


Mein G60 hat jetzt ca. 65.000 km auf dem Buckel und nähert sich immer mehr einem Bestzustand. Da ich ihn aber täglich fahre, muß ich mir die zu erneuernden Teile erst besorgen, bearbeiten und irgendwann einbauen. Ausgebauten Teile bearbeite ich ebenfalls und lagere sie ein. Durch diese Vorgehensweise bin ich für die Zukunft gewappnet.


mfG - Poldy
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